Onyx-Composites-Hanfbike-Faserverbundprojekt

Hanfbike

 

Wir zeigen, dass es auch möglich ist, Biowerkstoffe als tragende und leichte Konstruktionsbauteile zu verwenden und untermauern diesen Anspruch durch eine Verwendung von Hanffasern und Bambusrohr in einem Triathlonrahmen. Im Vergleich zu herkömmlichen Rahmen aus z.B. Aluminium wird durch den Gebrauch von Naturfasern die CO2 - sowie die Energiebilanz für die Herstellung von Fahrradrahmen deutlich verbessert.

 

Im Bezug auf die mechanischen Eigenschaften stehen die Hanffasern dem oftmals verwendeten Aluminium in Nichts nach. Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass sich der E-Modul und die Zugfestigkeit der beiden Materialien nicht signifikant unterscheiden, die Dichte der Hanffaser jedoch wesentlich geringer ist.

Vergleicht man Hanffasern mit Kohlenstofffasern, so sind zwar die Zugfestigkeit und der E-Modul der Letzteren größer, jedoch auch die Dichte ist bei Kohlenstofffasern höher als bei Hanffasern.

 

Bei der Verwendung von Verstärkungsfasern bei tragenden Strukturbauteilen ist darauf zu achten, dass die Konstruktion fasergerecht zu gestalten ist. Das heißt, dass beispielsweise Druckkräfte in Zugkräfte umzusetzen sind. Die Anwendung dieses Prinzips sorgt für die markante Rahmengeometrie, die es ermöglicht aus der blau gekennzeichneten Gewichtskraft des Fahrers eine wesentlich ökonomischere Zugkraft (grün) zu generieren.

 

Aluminium (AU 4G)

Hanffaser
(in Faserrichtung)

Kohlefaser IM
(in Faserrichtung)

 
 

Zugfestigkeit

350-390 MPa

310-390 MPa

 4200 MPa

 

E-Modul

70 GPa

69 GPa

294 GPa

 

Dichte

2,8 g/ cm3

1,45 g/cm3

1,74 g/ cm3

 

Rahmengewicht
(Triathlonbasis)

ca. 1600 gr.

ca. 1400 gr.
(ohne Lackierung)

ca. 1200 gr.

 
Hanfbike Onyx Composites Zuganker

Abbildung: Druck umsetzen in Zug

Hanfbike Rahmenproduktion

Abbildung: Rahmenproduktion

Hanfbike Zuganker

Abbildung: Zuganker

Am 13.08.2009 wurde das Hanfbike beim Gründerwettbewerb „DurchSTARTer 2009“ in Hannover erfolgreich vorgestellt. Schon eine Woche später überzeugte das Rad beim 6. RWE Triathlon am Vechtesee in Nordhorn.

Durch die überragend positive Resonanz auf unser Hanfbike sind wir sicher ein Zeichen für die Etablierung nachwachsender Rohstoffe gesetzt zu haben. Dieses Produkt bietet dem Fahrer ein ganz neues Bewusstsein in Bezug auf sein emissionsarmes Vehikel.

Aufgrund einer bisher ungewöhnlichen Kombination aus Naturfasern, Bambus und moderner Technik kann dem Kunden Spaß am Produkt vermittelt werden. Gleichzeitig kann der veranwortungsbewußte Nutzer zeigen, dass Wert auf Nachhaltigkeit und Ökologie beim Kauf gelegt wurde.

Um dieses ganzheitliche Konzept abzurunden, hat ONYX entschlossen das Projekt fortzuführen und nun das verwendete Epoxidharzsystem durch ein Sojaölbasiertes zu ersetzten. So wird zusätzlich die Abhängigkeit vom Rohstoff Erdöl verringert und die Recycelfähigkeit erhöht.

 

Die Entwicklung des „Hanfbikes“ bildet eine wichtige Grundlage des ONYX E-Mobils und wird hoffentlich ab 2016 auf unseren Strassen Einzug halten!